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Demografischer Kollaps und blinde Flecken: Warum die Corona Politik Teil der Debatte sein muss
Österreich steht vor einem demografischen Einschnitt historischen Ausmaßes. Dies statuierte vor wenigen Tagen sowohl der ORF als auch eine Reihe weiterer Medien, wie HEUTE und MEIN Bezirk.
Mein Bezirk schreibt am 29.12.2025: „Mit nur 77.238 Geburten im Jahr 2024 wurde der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht“ (Datenquelle Statistik Austria). Diese Entwicklung ist Ausdruck eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels, der längst ganz Europa erfasst hat.

Offiziell werden dafür vor allem wirtschaftliche Unsicherheiten und veränderte Lebensentwürfe verantwortlich gemacht: Junge Menschen gründen später Familien, verdienen im Verhältnis weniger als frühere Generationen und erleben ihre Zukunft als unsicher. Schlechte Bezahlung, instabile Jobs, kaum leistbarer Wohnraum und von Politik und Medien geschürte Zukunftsängste wirken als massive Bremse für den Kinderwunsch.
Doch gerade in dieser ohnehin fragilen Lage gab es in den vergangenen Jahren einen weiteren, politisch hochsensiblen Eingriff in das Leben junger Menschen: die Corona-Impfkampagne – begleitet von sozialem Druck, moralischer Aufladung und in manchen Ländern auch faktischem Zwang.
Die Geburtenrate sank in Österreich in wenigen Jahren von 1,5 Lebendgeburten pro Frau auf 1,3 ab. Bis auf wenige Ausnahmen passierte diese rapide Trendwende in allen europäischen Ländern gleichzeitig im Jahr 2022, ziemlich genau 9 Monate nach Beginn der Impfkampagne und hält bis heute an. Eurostat machte im Frühjahr 2025 bereits darauf aufmerksam (siehe Graphik).
Während Politik und Medien gebetsmühlenartig betonen, es gebe „keinen Zusammenhang“, fehlt bis heute eine breite, transparente und unabhängige Aufarbeitung möglicher direkter und indirekter Effekte der Corona-Politik inklusive der neuartigen, nicht ausreichend getesteten Impfungen auf Familiengründung, Fruchtbarkeit und das Sicherheitsgefühl junger Erwachsener. Dabei geht es nicht um Panikmache, sondern um wissenschaftliche Redlichkeit.
Gerade weil Frauen heute ihr erstes Kind im Schnitt erst mit 30 bekommen, werden viele „geplante Geburten“ nicht verschoben, sondern stillschweigend aufgegeben.
Hinzu kommt ein gesellschaftliches Klima, in dem kritische Fragen zur Impfpolitik lange als unsolidarisch oder wissenschaftsfeindlich diffamiert wurden. Wer Zweifel äußerte – selbst differenzierte –, riskierte soziale Ausgrenzung. Gerade junge Menschen im reproduktiven Alter waren davon besonders betroffen. Vertrauen aber ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensentscheidungen wie Elternschaft.
Eine Gesellschaft, die ihre eigene Zukunft sichern will, darf sich solche Denkverbote nicht leisten.
Die Kinder, die nicht geboren wurden, lassen sich nicht nachholen. Die Debatte über die Gründe und was passieren muss, um das zu ändern sehr wohl.